Stereoskopie - ein Hobby mit Zukunft

Die österreichischen Stereoskopiker fühlen sich nicht so sehr als „Pfleger“ einer alten Kunst, sondern vielmehr als Vorreiter. Denn, wiewohl sich deren Anzahl seit der Erfindung der Kompaktkamera ziemlich dezimiert hat, so ist gerade in diesen Zeiten wieder ein Aufschwung zu vermerken.

Heute ist die Stereoskopie aus vielen wissenschaftlichen Bereichen nicht mehr wegzudenken: beispielsweise aus der Medizin (u.a. Augenheilkunde, Organtransplantationen) oder aus der Luftaufklärung, oder auf der Straße: Stereokameras messen den Abstand zu anderen Fahrzeugen auf der Straße.

Die Künstler haben die Stereoskopie ebenso entdeckt. So hat das kalifornische Quartett Tool sein viertes Album „10,000 Days“ herausgebracht und trat den Siegeszug in den deutschen und amerikanischen Charts an. „Was hat das mit Stereoskopie zu tun?“, werden Sie sich fragen. Nun, die Verpackung der CD besteht aus einem Stereoskop und einigen charmanten Stereobildern. Für die Verpackung bekam das Album einen Grammy für das „Best Recording Package“.

Auch in den Wohnzimmern hat die Stereoskopie Einzug gehalten: Es gibt kaum mehr neue Fernsehgeräte, die nicht standardmäßig mit der 3D Möglichkeit ausgerüstst sind.

Unsere Kids sind am besten Weg vom Stereovirus infiziert zu werden. Die Spielekonsolen haben 3D Monitore, manche autostereoskopische.

Fantastisch ist der Tanzfilm "Pina" von Wim Wenders. Die Kids sind begeistert von den Schlümpfen in 3D und andere. Die einzigartige 3D-Erfahrung des Disney Films „Himmel und Huhn“, lässt  erahnen, was in der Zukunft im Kino möglich ist. Es gibt keine Kino mehr, welche nicht mindestens einen 3D Saal anbieten.