Geschichte der Stereoskopie

Das Prinzip des räumlichen Sehens war nachweislich schon dem griechischen Mathematiker Euclid 3.Jh. v.Chr. bekannt. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele Wissenschafter, unter Ihnen auch Leonardo da Vinci, mit diesem Phänomen beschäftigt. Er hat seine Mona Lisa - nach letzten Erkenntnissen - sogar zweimal gemalt und zwar so, dass die beiden Bilder ein räumliches Bild ergeben.

Erst im 19. Jh.  entdeckte der vielseitige Wissenschafter Sir Charles Wheatstone (1802-1875), seinerzeit Professor für experimentelle Naturwissenschaften am King’s College in London, die Stereoskopie. Seinen bahnbrechenden Vortrag „Über einige bemerkenswerte und bisher nicht beobachtete Erscheinungen beim beidäugigen Sehen“ hielt er vor der Royal Society im Jahre 1838 (also noch vor Erfindung der Fotografie). Er berechnete und zeichnete Bildpaare und konstruierte einen Apparat, das Stereoskop, um diese Bildpaare räumlich betrachten zu können.

1849 stellte Sir David Brewster (1781-1868) die erste Stereokamera vor. Mit diesem Apparat mit 2 Objektiven war es nun erstmals möglich, ein bewegtes Motiv aufzunehmen.

Der Durchbruch  kam 1851 zur Weltausstellung in London. Nicht nur Königin Viktoria  war begeistert von den Stereoskopen; sie waren der Hit bei der Bevölkerung. Der Werbeslogan „No home without a steresocope“ wurde ausgehend von Großbritannien in ganz Europa und den USA Realität.

 

 

      

 
 Erste Stereokamera  von Brewster ca. 1856  Weltausstellung im Crystal Palace 1851 in London